

































Innerhalb Bremens stellen die katholischen Schulen eine Besonderheit dar, denn unsere Schülerinnen und Schüler erhalten zu den in der Bremer Stundentafel aufgeführten Fächern zwei Stunden katholischen Religionsunterricht. In der 3. Klasse wird ab dem Schuljahr 2010/11 ein Jahr lang für die betreffenden Kinder evangelischer Religionsunterricht erteilt, so dass die Schülerinnen und Schüler dann nach Konfessionen getrennt unterrichtet werden.
Unterrichtet wird nach den Vorgaben des niedersächsischen Kerncurriculums von 2006, da in Bremen an den staatlichen Schulen kein konfessioneller Religionsunterricht erteilt wird und somit keine Rahmenrichtlinien vorliegen. Durch das Nutzen der niedersächsischen Lehrpläne haben die Lehrerinnen auch die Chance, an den dortigen Fortbildungen teilzunehmen.
„Folgende Gegenstandsbereiche gehören zum Inhalt des katholischen Religionsunterrichts;
1. Mensch und Welt
2. Die Frage nach Gott
3. Biblische Botschaft
4. Jesus Christus
5. Kirche und Gemeinde
6. andere Religionen.“
(aus: Kirchliche Richtlinien zu Bildungsstandards für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule/Primarstufe, Die deutschen Bischöfe Nr. 85, 2006, S. 23)
„Der Religionsunterricht
• ermutigt die Schülerinnen und Schüler, nach dem Woher, Wohin und dem Sinn des Lebens und in diesem Zusammenhang nach Gott zu fragen;
• macht mit Ausdrucksformen des Glaubens vertraut und hilft den Schülerinnen und Schülern, eine eigene religiöse Sprache zu finden;
• eröffnet Zugänge zur lebensdeutenden und befreienden Kraft des Wortes Gottes in den biblischen Überlieferungen;
• lädt zur Begegnung mit gläubigen Menschen, mit Kirche und Gemeinde ein;
• fördert das Verständnis und die Achtung vor Menschen anderer Religionen und Lebensdeutungen;
• erschließt auf der Grundlage der Glaubensüberlieferung Maßstäbe ethischen Handelns und motiviert zum bewussten Engagement für Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.“
(aus: Grundlagenplan für den katholischen RU in der GS, hrsg. v. d. Zentralstelle Bildung der Deutschen Bischofskonferenz, o. O. 1998, S. 19)
Im Religionsunterricht wird die Unterrichtsbeteiligung bewertet und nicht die persönliche Glaubensüberzeugung. Als roter Faden dient den Fachlehrerinnen ein gemeinsamer Themenplan, der auf die oben genannten Gegenstandsbereiche bezogen ist.
Wir beginnen in allen Klassen unseren Unterrichtsvormittag mit einem Morgengebet. Durch die räumliche Nähe zu unserer Pfarrkirche St. Pius ist es uns möglich, die Kirche als Lernraum in unseren Unterricht direkt einzubinden, Vorbereitungen für Gottesdienste vor Ort einzuüben und natürlich an Schulgottesdiensten teilzunehmen.
Die Gestaltung des Kirchenjahres wird durch folgende Schulgottesdienste deutlich: Wir begrüßen die Erstklässlerinnen und Erstklässler bei ihrer Einschulung. Im Advent und in der Fastenzeit feiern wir besinnliche Wortgottesdienste. Nach Ostern treffen wir uns in der Kirche zu einem gemeinsamen Gottesdienst mit allen Schulklassen und am Ende des Schuljahres verabschieden wir die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse in einem Abschlussgottesdienst.
Unsere Anbindung an die St. – Franziskus – Gemeinde wird durch mitgestaltete Familiengottesdienste und ein gemeinsames Sommerfest deutlich. Die Gemeindereferentin bietet Arbeitsgemeinschaften an, um so den Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern der einzelnen Klassen zur Gemeinde anzubahnen und zu intensivieren. Wie alle katholischen Gemeinden bringen wir uns auch in den Fronleichnamsgottesdienst im Bürgerpark mit ein.
Als katholische Schule legen wir Wert auf christliche Nächstenliebe im täglichen Miteinander. Grundlage ist die biblische Botschaft. Das geht über den Religionsunterricht hinaus und ist auf alle Bereiche des Schullebens bezogen.
Die Fremdsprache Englisch ist Unterrichtsfach im 3. und 4. Schuljahr. Es wird spielerisch mit Themen aus dem Alltag und Erlebnisbereich der Schülerinnen und Schüler (School, Body, Family, Animals, Food, Time ...) vermittelt.
Ein Hauptziel ist es, die Schülerinnen und Schüler so an die Fremdsprache heranzuführen, dass sie sie als Mittel zur Kommunikation erleben und Freude daran haben, sie anzuwenden.
Zum Erlernen der Fremdsprache sollen alle Sinne angesprochen werden. Das verwendete Lehrwerk „Playway“ spricht daher von der SMILE – Methode (Spaß an der Fremdsprache; Merkhilfen durch Musik, Bewegung, Rhythmus, Reim; Intelligenzförderung; Lernen mit allen Sinnen; Einbindung der Themenbereiche in den Gesamtunterricht).
Die Schülerinnen und Schüler erwerben ein fundiertes Repertoire an Redestrukturen und Redemitteln.
Das Schriftbild wird als weiteres Mittel zum Erlernen der Wörter und „Phrases“ verwendet und angewendet. Die Schülerinnen und Schüler verfassen auch eigene kleine Texte („creative copying“).
Ergänzend zum Lehrwerk können jederzeit andere Begleitmaterialien (Kinderbücher, Lieder, Spiele ...) in den Sprachunterricht einfließen.
Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler werden in Form von Lob und Ermunterung geschätzt, aber nicht in Form einer Note im Zeugnis bewertet.
Der Unterricht im Fach Sport richtet sich nach den gültigen Richtlinien und Lehrplänen des Landes Bremen.
Der Sportunterricht wird zwei Stunden pro Woche erteilt. Da die St. – Pius – Schule über keine eigene Turnhalle verfügt, nutzen die Klassen gemeinsam mit einer staatlichen Schule aus der Nachbarschaft eine stadteigene Turnhalle, die sich in einiger Entfernung befindet. Der Weg ist also bereits ein Teil des Sportunterrichts. Elternbegleitung ist daher – zumindest in den ersten beiden Schuljahren – notwendig und wird dankenswerterweise auch von ihnen geleistet.
Der Schwimmunterricht wird als Teil des Sportunterrichts in der 3. Klasse in einem nahegelegenen Hallenbad durch die dort tätigen Bademeister durchgeführt. Die Begleitung zum Schwimmbad muss von den Eltern geleistet werden.
Im Vordergrund des Unterrichts steht die Vermittlung von Spaß und Freude an der Bewegung. Besonders in den ersten beiden Schuljahren werden den Kindern Körper- und Raumerfahrungen ermöglicht und koordinative Fähigkeiten und der Gleichgewichtssinn geschult. Damit wird eine gute Ausgangsbasis für das Erlernen neuer Bewegungsabläufe geschaffen.
Im Sportunterricht soll neben Bewegungsfertigkeiten auch ein Repertoire an Gruppen- und Ballspielen erarbeitet werden. Wichtig ist dabei das Erlernen und Einhalten von Regeln (Fairness).
Im Frühjahr wird sooft wie möglich die Außensportanlage der Bezirkssportanlage Huchting genutzt. Der Sportplatz bietet im Bereich Leichtathletik vielfältige Möglichkeiten. Seinen Höhepunkt findet dieses Außentraining bei den jährlich stattfindenden Bundesjugendspielen, bei dem der abschließende Staffellauf der Klassen gegeneinander besondere Spannung hervorruft.
Zur Leistungsbeurteilung dienen folgende Kriterien: Aktive Mitarbeit, faires Handeln, Einhaltung der Regeln, Anwendung der im Unterricht erlernten Fähigkeiten.

